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Heute und nie wieder

Es regnet, was es regnen mag.
Es regnet schon den ganzen Tag.
Zwischen Erlenblättern am Bach
sitzen zwei Eintagsfliegen.
Die eine seufzt nur: “Ach!”

Die andere klagt: “O Schwester!
Wir leben heute und nie wieder.
Was schickt uns der Himmel hernieder?
Regen, Regen, Traurigkeit.
Wozu sind uns Flügen gegeben?
Wir dürfen nicht tanzen, nicht schweben.
Welch ein verregnetes Leben!”

Aber dann am Nachmittag
wird’s hell, wird’s hell mit einem Schlag.
Da kommt es zu den beiden doch,
das Glück, das Glück, das große Glück.
Sie dürfen tanzen, schweben
ein ganzes Viertelleben noch.

Josef Guggenmos

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Mondnacht

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Marguerite Duras

“Ein Buch lesen – für mich ist das das Erforschen eines Universums.”

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Biss-Reihe

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Die Möwe

Wieder ein Meiserwerk von Sándor Márai, in welchem er nur eine Nacht braucht, um das Leben zweier Meschen vollkommen zu verwirren. Wieder dominiert das Gespräch, der Dialog und der Monolog, das Geschehen und zieht den Leser in eine bizarre Begegnung mit überraschenden Folgen und tiefgründigen Aussagen.

“Man weiß so wenig über sich selbst. Schon über unseren Körper wissen wir kaum etwas Verlässliches. Was kann ich da von meiner Seele hoffen, deren Natur ich überhaupt nicht kenne, von der ich nur Regungen wahrnehme? Und von den Seelen der anderen, die ich natürlich noch viel weniger kenne? Was können wir voneianander erhoffen, wir Menschen? …”, fragt sich der Ministerialbeamte, in dessen Hand eine Entscheidung liegt, die das Weltgeschehen verändern soll, gleich auf der ersten Seite. Kurz darauf begegnet ihm Aino Lane (Einzige Welle), eine junge Finnin. Sie gibt sich als Lehrerin aus, die ihn um eine Arbeitserlaubnis bittet. Für den Herrn Rat ist diese Begegnung ein Wiederaufleben der Vergangenheit, denn die junge Frau ist das Ebenbild seiner Geliebten, die sich aus phanatischer Liebe zu ihrem Professor das Leben genommen hat. Ein gemeinsamer Opernbesuch endet in einer durchwachten Nacht voller Erinnerungen, Gedanken und überraschenden Wendungen, die am Ende nichts mehr so sein lassen, wie es am Beginn dieses Abends zu sein schien. …

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Pascal Mercier

“Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist – was geschieht mit dem Rest?”

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Bild des Tages

Feierabend

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Zitat des Tages

Was ist das Leben? Es ist das Aufblizen eines Glühwürmchens in der Nacht. Es ist der Atem eines Büffels im Winter. Es ist der kleine Schatten, der über das Gras huscht und im Sonnenuntergang verschwindet!
Blackfoot

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Matchball

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Zitat des Tages

“Die ersten Menschen waren nicht die letzten Affen.”
Erich Kästner

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